Pestizid-Cocktails in Äpfeln

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Am 24.10.2015 informierte Greenpeace Paderborn vor Filialen von Lidl, Aldi und Rewe über den Einsatz von Pestiziden in der Apfelproduktion.

Rückstände von Pestiziden belasten 83 Prozent konventionell produzierter Äpfel, die Greenpeace vor einigen Wochen in elf europäischen Ländern kaufen und untersuchen ließ. 60 Prozent enthielten sogar Pestizid-Cocktails von 2 bis 8 Wirkstoffen. In deutschen Äpfeln fanden sich zu 88 Prozent Pestizide, die Äpfel waren mit 18 verschiedenen Giften belastet. In einer Probe von Kaufhof waren 7 Wirkstoffe. Dabei lagen zwar alle gemessenen Werte unter den zulässigen Höchstmengen. Doch Grenzwerte gelten nur für einzelne Substanzen, nicht für Belastungen durch mehrere Wirkstoffe. Deren Wechselwirkungen sind weitgehend unbekannt. Die Analysenergebnisse finden Sie unter dem unten genannten Link.

In ebenfalls analysierten Äpfeln aus biologischem Anbau wurden keine Pestitid-Rückstände gefunden. Laut einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ist es für 81 % der Bevölkerung in Deutschland wichtig, dass der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft verringert wird.

Die Greenpeace-Aktivisten forderten die Handelsketten auf, bei Ihren Lieferanten vertraglich eine Minimierung des Pestizideinsatzes durchzusetzen und insgesamt mehr auf Bioprodukte zu setzen.

Werden Sie selbst aktiv! Kaufen Sie vermehrt Bio-Produkte - und nehmen Sie an unserer Online-Aktion für Essen ohne Pestizide teil. Den Link dazu finden Sie unten.

Weiterführende Links

Ergebnisse der Greenpeace-Analysen
Mitmachaktion und weitere Informationen

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