Paderborn will atmen

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Unter dem Motto „Städte wollen atmen“ informierten Greenpeace-Aktivisten am vergangenen Samstag bundesweit in 57 Städten über die gesundheitlichen Folgen von Dieselabgasen. Sie fragten Passanten nach Wünschen für eine andere Verkehrspolitik in Paderborn.

Dieselabgase gefährden die Gesundheit der Stadtbewohner. Die drei offiziellen Verkehrsmessstationen in Paderborn zeigen seit Jahren Stickoxidwerte oberhalb des Grenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Zwei Drittel der Stickoxide aus dem Verkehr stammen von Diesel-Pkw. Das Atemgift erhöht das Risiko für Asthma, Herzinfarkte sowie andere Herz-Kreislauferkrankungen und verursacht laut Europäischer Umweltagentur jährlich gut 10.000 vorzeitige Todesfälle in Deutschland. Die Städte müssen jetzt weg von Diesel- und Verbrennungsmotoren, hin zu ökologischeren Verkehrsmitteln wie E-Bussen, Fahrrädern und geteilten E-Autos.

Etwa 60 Passanten beteiligten sich an der Aktion und markierten auf einem Poster die von ihnen bevorzugten Maßnahmen zur Verbesserung der Stadtluft, teilweise mit Mehrfachnennungen. Favoriten waren „Räume für Menschen, nicht für Autos“ und „Der Nahverkehr in der Innenstadt muss kostenlos sein.“ Auch wenn das nicht repräsentativ ist, zeigt sich doch, dass der zunehmende Autoverkehr von vielen Menschen als Belastung empfunden wird. Dieses Ergebnis werden wir der Stadtverwaltung vorstellen.

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