Busfahrt zur Anti-Kohle-Kette

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Greenpeace Paderborn organisiert Busfahrt zur Anti-Kohle-Kette

Pünktlich um 8 Uhr am 25.04.2015 löst der Paderborner Bus die Leinen. Mit an Bord 33 Umwelt-Interessierte und Aktive von Greenpeace, BUND,  Pro Grün,  Attac und den Grünen.

Zwei Greenpeace-Infostände - davon einer mit einem imposanten aufblasbaren Schaufelrad – haben die 33 motiviert, mit zur Anti-Kohle-Kette nach Garzweiler zu fahren.

Für gute Stimmung schon auf der Überfahrt sorgen nicht nur der freundliche Busfahrer, sondern auch die Greenpeace-eigenen Vorleser mit Auszügen aus dem „Kolumnistischen Manifest“ von Axel Hacke und Kapiteln aus dem Buch „Für Eile fehlt mir die Zeit“ von Horst Evers.

Die Überfahrt geht schnell, so dass Zeit für einen Zwischenstopp an Deutschlands größtem Loch bleibt. Bei weniger diesigem Wetter wären die schaurigen Ausmaße sicher noch deutlicher geworden, aber auch so bleibt allen die Luft weg.

Die bunte Truppe ruft schnell den Wachschutz von RWE auf die Bildfläche. Aber es soll ja ohnehin weiter gehen…

Kurz vor Borschemich, einem Stadtteil von Erkelenz, gehen die Umweltschützer an Land.

Borschemich wirkt mit seinen vernagelten Fenstern und Türen, geschlossenen Rolläden und fehlenden Klingelschildern völlig verlassen. Doch hier leben noch 53 Menschen. Auch in Lützerath, dem nächsten Ort halten noch 38 Menschen die Stellung. Groß und Klein, Jung und Alt fangen an, die 7,5 Kilometer lange Kette zu bilden. Sie zeigt den Bereich: bis hierhin und nicht weiter. Ordner, die entlang der Strecke stehen, melden über Funk kleine und große Lücken, die es zu schließen gilt.

Die Spannung steigt, viele Umweltschützer stimmen Lieder an, Kinder werden zappelig. Doch dann um kurz nach 14 Uhr die frohe Botschaft: „Die Kette steht“. Eine freudige La Ola Welle erfasst die 6000 Menschen. Erst danach machen sich alle auf den Weg nach Immerath zur Abschlusskundgebung. Auf einer großen Bühne stimmen Musiker wie Purple Schulz Protestsongs an. Dirk Jansen vom BUND gratuliert zur größten Demonstration am Tagebau Garzweiler. Stefan Pütz, grüner Politiker im Rat der Stadt Erkelenz und einer der letzten Bewohner Immeraths, bedankt sich für die Unterstützung. Wer mag, stärkt sich mit einer leckeren warmen Mahlzeit für die Rückfahrt.

Noch schnell das aufblasbare Schaufelrad von Greenpeace abbauen und dann geht es ab nach Hause. Auch die Rückfahrt verläuft reibungslos, so dass alle viel früher und zufrieden das lochfreie Paderborn erreichen. (SN)

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