"Unser Schiff" für Klimaschutz

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Während der UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn vom 6. bis zum 17. November 2017 macht das Greenpeace-Aktionsschiff „Beluga II“ am Rheinufer in Bonn fest. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter von Greenpeace, auch aus Paderborn, informieren über die Folgen des Klimawandels. Mit an Bord: eine Ausstellung über Flucht und Vertreibung in Folge von Klimaveränderungen. „Überschwemmungen in Bangladesch, Dürren in Afrika oder das gestiegene Taifun-Risiko auf den Philippinen treffen vor allem die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt. Der Klimawandel vertreibt Menschen aus ihrer Region“, sagt Fawad Durrani, Fachreferent von Greenpeace. 
 
Naturkatastrophen vertreiben laut Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) jedes Jahr durchschnittlich rund 25 Millionen Menschen – dreimal so viele, wie durch Kriege und Gewalt. Damit sind Naturkatastrophen weltweit die Hauptursache, wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Wetterextreme nehmen seit Jahren zu und betreffen immer mehr Menschen weltweit. Zwischen 2008 und 2015 wurden nach Angaben des IDMC insgesamt 110 Millionen Menschen durch Fluten vertrieben, 60,2 Millionen Menschen durch Stürme, 960.000 Menschen durch extreme Temperaturen, 704.000 Menschen durch Erdrutsche und 362.000 Menschen durch Waldbrände. Acht der zehn Länder, in denen 2015 die meisten Menschen durch Naturkatastrophen vertrieben wurden, liegen in Asien. Kommt es in den ärmsten Ländern zu Klimaextremen, setzen diese oft einen Teufelskreis in Gang: Jede Katastrophe führt zur weiteren Verarmung. Die Fähigkeit der betroffenen Staaten, ihre Bevölkerung vor kommenden Naturkatastrophen zu schützen, nimmt immer weiter ab. 
 
Der Teufelskreis der Klimaerhitzung macht Vertriebene zu Flüchtlingen.
 
Die Wetterextreme der Klimaerhitzung zwingen Menschen zunächst, ihre Heimat zu verlassen. Kommt es nachfolgend zu weiteren Naturkatastrophen, verstärkt dies die Not. Aus Vertriebenen im eigenen Land werden so Menschen auf der Flucht. Fehlende Unterstützung und der Mangel an Perspektiven in ihrer Heimat zwingen Klimavertriebene auf die gefährlichen Fluchtwege in andere Länder. Die Greenpeace-Ausstellung zeigt an sechs Länderbeispielen die Zusammenhänge aus Wetterextremen und Fluchtbewegungen auf. „Die Zeit drängt. Die betroffenen Klimavertriebenen benötigen unsere volle Unterstützung, sowohl finanziell als auch mit Projekten vor Ort. Dazu gehören zum Beispiel geeignete Schutzräume, die Menschen Zuflucht bei Überschwemmungen bieten, robusteres Saatgut für bessere Ernten oder effektives Wassermanagement bei lang anhaltende Dürren“,  sagt Durrani.
 
Die Industrienationen müssen darüber hinaus endlich ihre CO2-Emissionen senken. Z.B. durch Energieeinsparung und einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Erzeugung von Strom aus Kohle, insbesondere der "schmutzigen" Braunkohle, muss beendet werden. Vgl. dazu auch den unten verlinkten Betrag in den Greenpeace-Nachrichten.

Weiterführende Links

Zur Studie - "Wegschauen hilft nicht"
Greenpeace-Nachrichten zur Braunkohle
greenpeace.de zur Klimaschutzkonferenz

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